Travellin’ #WCoast Vol. 2

Travelin #WCoast

Wir verlassen die Stadt der Traumfabrik und es wird wüst(e). Dieser Umstand ist unumgänglich, will man in den fabulösen “Joshua Tree National Park” fahren. Und so jagten wir unser Mietvehikel aus dem sicheren Schoß der Stadt LA hinein in die Glut der Mojave Wüste um mit anzusehen, wie die Außentemperaturanzeige minütlich steigt.  Dazu beäugte man dann auch misstrauisch alle anderen Werte unseres Vehiclos denn in einem solchen Backofen stranden will nun wahrlich keiner. Davon unabhängig ist es schon eine sehr beeindruckende, aber auch eigenwillige Landschaft durch die sich schnurgerade die Straße zieht: Hier und da ein paar Dornensträucher und sonst nichts, rein gar nichts. Man fährt und fährt und fährt und fährt und führt…Gesäumt von ein paar Bergrücken erdrückt einen die Einöde fast bis man dann erfreulicherweise an einem kleinen Nest im Nirgendwo in den Joshua Tree NP fahren kann. Wer längere Zeit in den USA unterwegs ist und ein paar Parks mehr besuchen will dem sei unbedingt der “Anual Pass” ans Herz gedrückt – denn die meisten größeren (und kleineren Parks) sind eintrittspflichtig und so haben sich die 80 USD für den “Anual Pass” schnell amortisiert. Außerdem ist der Pass 1 Jahr gültig und kann 1 mal weitergegeben werden.

Joshua Tree

Der Joshua Tree (Deutsch: Josua Palm-Lilie)  ist neben der Namensgebung des gleichlautenden U2 Albums (welches ein wundervolles Stück Musik ist) auch einer der wenigen Bäume, die sich am Rande der Mojave Wüste niedergelassen und dem rauen Klima erfolgreich trotzen. Bedanken für ihren Namen darf sich die Josua Palm-Lilie übrigens bei den Mormonen welche bei ihrer Tour durch das Land dem Baum diesen Namen zugedacht hatten, da er sie dank seiner weit abragenden Äste an den Stammesfürsten Josua erinnerte….ähm…ich schweife ab. Der Herr Joshua Tree ist übrigens kein einzelnes Exemplar, nein, in einer gewissen Region stemmen sich abertausende seiner Art gegen die Widrigkeiten und bilden so den Nationalpark. Diesen haben wir geentert und fuhren auf einer gut geteerten Straße durch den Park mit einem genauen Ziel vor Augen: Wir wollten unbedingt den “Hidden Valley Trail” laufen, eine Wanderung welche 1 Stunde dauern sollte. Gesagt – getan. In der allmählichen Kühle des Spätnachmittags tigerten wir los und wurden mit einer grandiosen Tour durch ein wahrhaftig versteck liegendes Tal belohnt welches – von massiven Felswänden gesäumt (Climber’s Paradise – yeah!! Und das sogar erlaubt!) ein eigenes kleines Mikrokosmos bildet. Auch wenn natürlich hier auch der Joshua Tree mit zu Hause ist begegnet man auf dem phantasievoll angelegtem aber recht einfachem Hike einigen Pflanzenarten welche nur hier in diesem Tal beheimatet sind. Wir hüpften wieder in unseren SUV und tobten weiter durch die Wüste, beseelt von dem Wunsch dem Grand Canyon möglichst nahe zu kommen. Sich hoch auftürmende Gewitterwolken sowie permanente “Spring floood warnings” auf dem Handy  ließen uns aber inne halten und in der absolut bedeutungsfreien Ortschaft “Kingman” unser Nachtquartier aufschlagen. Des Nachts tobte sich der angedrohte und auch gesichtete Thunderstorm mal so richtig aus und war auch noch am kommenden Morgen aktiv – aber mit nachlassender Tendenz. Wir hingegen beschlossen unseren Plan zu ändern und rollten erst mal gen Nordosten.

Und so führte uns unser Weg zu einem weiteren Nationalpark, dem “Zion Canyon” Nationalpark. Hier empfiehlt es sich – wenn man länger verweilen will – entsprechend frühzeitig zu kommen, da der Parkplatz am “Visitor Center” rappelvoll ist (ok, wir hatten Glück und haben einen bekommen), da man andernfalls im vorher liegenden “Springdale” sein Auto abstellen und in einem ebenso rappelvollen aber kostenfreien Shuttlebus zum Visitor Center fahren kann. Stichwort “Shuttle Bus”: Auch den Canyon selbst kann man mit einem kostenfreien Shuttlebus befahren, eine Rundtour nebst Stop an fast allen Eingängen zu den Trails lohnt sich durchaus und daher 90 Minuten. Der Gedanke somit das enge Tal von PKW Verkehr zu entlasten ist durchaus zielführend, allerdings gibt es noch eine weitere Route durch den Canyon welche auf der anderen Seite hinaus führt – was eben doch zu PKW Verkehr führt. Diese Route haben auch wir gewählt, war der Zion Canyon doch nicht unser Ziel für heute. Nicht desto trotz haben wir es uns nicht nehmen lassen (nachdem wir in Summe 4 mal durch den Zubringertunnel fahren mussten (!!) weil wir zu untalentiert waren den Parkplatz zu erwischen – hat ja auch nur 45 Minuten gekostet, so what?!) auch wieder einen Hike zu machen, dieses mal den “Canyon Overlook Trail”. Auch wenn er als “Moderate” angegeben war fand ich persönlich ihn als recht einfach und extrem abwechslungsreich und wir wurden – der Name ist Programm – nach gut 45 Minuten mit einem phantastischem Blick über den Zion Canyon belohnt.

Zion Canyon

Wir setzten auf unserem V8-Ross den Weg in die Ferne fort und kamen auch gegen 18 Uhr endlich am Bryce Canyon an. Jetzt noch schnell eine Schlafgelegenheit suchen und….Endstation!! Sämtlich Motels in der Umgebung des Bryce Canyons waren restlos ausgebucht. Einzige Ausnahme war ein “Best Western” welches dezente 299,99 USD für eine Nacht forderte. Hallo?!? Habe ich vielleicht eine Goldmine im Garten? Also setzten wir unsere Suche weiter fort und dehnten sie schließlich bis auf die Nachbarortschaft “Tropic” aus, welche genauso phänomenal und aufregend war/ist wie Kingman. Aber zu unserem Entsezten/Ärger ergab sich hier das gleiche Bild: Alle Unterkünfte waren restlos belegt. Was tun? Doch 299,99 USD ausgeben? Im Auto übernachten? Oder doch den Plan aufgeben möglichst morgens früh in den Bryce Canyon zu kommen? Doch dann wurde unser Flehen erhört und wir bekamen in einer Espresso Bar den Tipp dass eine Familie ein Privatzimmer (mit separatem Eingang!) vermietet – und das für 50 USD. Wir zögerten nicht lange und – hatten Glück. Das Zimmer wäre noch zu haben ließ man uns wissen und fügte dann noch hinzu dass wir uns als Deutsche dort sehr wohl fühlen würden, immerhin wäre der Raum mit vielen “German Things” dekoriert. Und so sitze ich nun in diesem Raum, umgeben von einer Kuckucksuhr, mehreren Bildern von Schloss Neuschwanstein und einem “Germany – Bavaria” Poster und frage mich wann ich mal wieder WLAN habe um dieses hier zu veröffentlichen….

Ach ja: #Bushwagon   oder doch besser #CocoClock

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Travellin’ #WCoast Vol. 1

Travelin #WCoast

Erneut sind wir auf Tour gegangen. Dieses mal sollten die Westküste der USA samt Hinterland (in einer Nussschale: Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah) bereist werden. Sollten? Sollten! Fast wäre es nicht dazu gekommen, denn pünktlich zu unserem geplanten Abflugtermin beschlossen die Damen und Herren von der Air France das 1,5 Wochen Streik nicht ausreichend gewesen sind und daher man doch mal munter weiterstreiken könnte. Dies hieß dann für uns: Wir wussten erst 22 Stunden vor Abflug ob und wenn ja mit wem wir denn nach Los Angeles fliegen würden. Ohai! Aber dann hat alles gut geklappt und wir können unseren Urlaub entspannt antreten….

Lufthansa B747-800

…dachten wir zumindest. In jedem Fall hatten die Lufthanseaten beschlossen uns mit einer ihrer nagelneuen Boeing 747-800 mitzunehmen – ein wirklich komfortables Flugzeug (Wenn man mal von der Kleinigkeit absieht dass das Entertainment System manchmal ein wenig “Zuwendung” brauchte um 1A zu funktionieren, aber so what?!? Wir waren ja froh überhaupt mit irgendwas zu fliegen…) in dem sich die 11:35 h recht angenehme sogar in der “Holzklasse” verbringen ließen. Am Flughafen Los Angeles zeigte sich dann dass der Ärger meistens im Duo kommt und so war es dann auch: Man hatte beschlossen dass wir auch ganz gut mit nur einem Gepäckstück leben könnten, kurzum: Einer unserer Koffer fehlte. Natürlich der welcher einen Großteil der Bekleidung trug, war ja logisch, oder? So konnten wir zwar mit einigen paar Schuhen und anderem Gedöns (z.B. Adapter, Kulturtasche etc.)  bewaffnet, dafür aber nur jeder mit den Klamotten, die er am Leibe trug, L.A erobern.

Und das taten wir dann auch: Wir schnappten uns unseren Mietwagen und  begaben uns zu unserem ersten Hotel – ein Ort der uns vor allem durch sein extrem engagiertes Personal begeisterte: Angefangen von der Rezeption die alle Räder drehte um der Lufthansa doch noch unseren Koffer abzuringen bis hin zum Manager welcher sich nicht zu Schade war am Abreisetag einen unserer Koffer (ja, das gute Stück ist dann doch noch aufgetaucht) mit herunterzutragen.

 Star Sir Pat StewWir machten noch ein wenig den Hollywood Boulevard mit seinem berühmten Walk of Fame sowie dem Chinese Theater unsicher – eine Gegend von L.A. die sich anzusehen wirklich lohnt. Es ist ungemein faszinierend wie viele bekannte und auch teilweise unbekannte Namen hier auftauchen und das eine oder andere “Aha-Erlebnis” ermöglichen. Interessant sind auch die ganzen Wanna-be Imitate welche den Strip unsicher machen und mit einem gegen einen “Tipp” auf einem Foto posieren wollen – ich muss gestehen ich habe noch nie so viele Spidermänner in unterschiedlichsten Gewichtsklassen auf einem Haufen gesehen….

Warner Bros Tumbler

Der nächste Tag war dann mit entsprechend frühem Aufstehen verbunden (was aber dank der Zeitverschiebung Europa->USA kein Problem mit sich brachte) denn wir mussten pünktlich zu unserer Studiotour bei den Warner Bros Studios sein. Und wir taten gut daran: Wenn LA für eine Sache berühmt ist (neben Hollywood) dann sind es seine Staus. Und so kamen wir, dank der desaströsen Verkehrssituation, mit hängen und würgen an. Die darauf folgende Studiotour hat uns aber mehr als entschädigt: Neben der Besichtigung vieler originaler Kostüme, Kulissen und Fahrzeuge aus z.B. Batman (Ich habe den TUMBLER gesehen, yeah!!!!) wurden wir von einer extrem motivierten Führerin durch zahlreiche künstliche Straßenzüge, Gebäude die nur Fassade sind oder eben mehrere Gebäude in einem, Häuser mit und ohne Innenleben geführt. Neben zahlreichen Erklärungen zu den Kulissen und Tricks und Kniffen der Traumfabrik waren auch Besichtigungen einiger Studiosets mit ‘drin.

Nach der Studiotour haben wir uns noch auf diversen Pfaden versucht dem “Hollywood Sign” zu nähern um ein ordentliches Photo zu schießen. Um es direkt vorweg zu nehmen: Auf legalem Weg kommt keiner an die Buchstaben heran. Wer jedoch seinem Navigationsoffizier “6231 Innsdale Drive” zur Vorgabe macht kommt zumindest recht nah heran und kann zum einen ein Photo vom Schild machen und wird zum Anderen noch von einer grandiosen Übersicht über LA belohnt.

Nach der Photosession sind wir selbstredend noch zum Santa Monica Pier gefahren welches neben dem legendären Strand eben auch den Pier mit einer Art Mini Phantasialand aufzuwarten hat. Natürlich kann wer mag sich hier auf die Lauer legen und erhoffen das eine oder andere Sternchen zu Gesicht zu bekommen. Wir sind jedoch auch angesichts der vorgerückten Stunde gen Hotel zurück gekehrt, hieß es doch dann immerhin bald Abschied von LA nehmen.

Ach ja, eh ich es vergesse: #Bushwagon

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El tiempo va

El tiempo va

 

Kinners wie die Zeit vergeht. Die erste Folge der zweiten Staffel meiner aktuellen Hörgeschichtenproduktion ist gefühlt gerade eben erst online gegangen. Dabei ist es es schon über eine Woche her. Und ich kann sagen: Es war ein furioser Start welcher mich sehr glücklich und zufrieden gestellt hat. Aber es geht schon rasant weiter, im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die Halloween-Folge und DgP2-2 ist auch in der Produktion. Dazu noch diverse Sprecherjobs und meine Arbeit welche mich Non-Stop die letzten Wochen in Beschlag nahm. Und eigentlich müsste ich ja auch meinen Urlaub bald mal vorbereiten. Und meine Webseite sollte auch noch ein wenig umgebastelt werden…und…und…..

Wie Du siehst: Viel zu tun, relativ wenig Zeit – so kann das eigentlich nicht weiter gehen. Daher mache ich mich nun in den kommenden Tagen mal daran mich ein wenig neu zu strukturieren und auch auf der Arbeit noch ein bisschen besser zu planen damit nicht die Welle(n) über mir zusammen schlägt/schlagen.

Immerhin habe ich es geschafft dieses kleine Lebenszeichen in die Welt zu setzen. Ein Anfang.

Ach ja, das nächste was Du von mir hier lesen wirst – sofern mir das WiFi vor Ort hold ist – wird “Travellin #WCoast” sein. Ich vermute Du ahnst also was hier kommt.

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HGS: Der gewundene Pfad 2-1: Schatten am Horizont

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Der gewundene Pfad 2-1: Schatten am Horizont

Kargan ist gemeinsam mit Rakr zu einem der Tempel des Kreises des grünen Feuers zurückgekehrt wo man beschließt, ihn wegen seines Sieges über Borgan und somit der Rettung der freien Welt in den Rang eines Meisters zu erheben. Doch die darauf folgenden Feierlichkeiten werden gestört: Die Hexe Anyle tritt auf den Plan und verkündet, dass Kargan die Welt nicht gerettet sondern an den Rand des Abgrundes geführt hätte. Ein eilig einberufener Rat der Mächtigen beschließt, dass Kargan diesen Dingen unverzüglich nachzugehen hat worauf hin sich dieser wieder auf die Reise macht. Nach wenigen Tagen kommt er in die kleine Ortschaft “Kanive”, wo merkwürdige Dinge von statten gehen….



Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftretens):
Vorwort – Moè Lange
Kargan / Erzähler – Martin Schwindt
Sekym – Philippe Nix
Takitin – Dennis Oberhach
Aela – Marie Natusch
Yneera – Julia Bartel
Rakr – Frank Landschoof
Anyle – Miss Feli
Ridul – Sascha Servadio
Faruard – Klaus Schankin
Enas – Claus Hirt
Enest – Ronald Martin Beyer
Phada – Rabea Wieneke
Hiram – Sascha Zoike
Natheni – Irka Schüller
Sul’gha – Melinda Rachfahl
Credits – Sabrina Gleffe

Sowie: Krach und Klang

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Lange Zähne, spitze Zunge

Christopher Moore - Lange Zähne

Christopher Moore hat es wieder getan und dieses mal sogar zum ‘Rundumschlag ausgeholt: Lange Zähne ist der erste Teil einer Trilogie welches es wirklich in sich hat. Doch bevor ich in die Rezension einsteige hier erst einmal ein kurzer Überblick worum es eigentlich geht:

Wie übel das Leben einem mitspielen kann zeigt sich für Tommy Flood recht schnell: Er kam nach San Francisco um Schriftsteller zu werden. Und er hatte noch nicht einmal die Stadtgrenze hinter sich gebracht als das Übel seinen Lauf nahm: Sein Auto brannte komplett ab und er findet Unterschlupf in einer recht zwielichtigen Bleibe in der auch bereits fünf Chinesen wohnen welche ihn kurze Zeit später heiraten wollen. Ferner muss er sich mit einer Horde komplett durchgeknallter Supermarktregal-Einräumer herumschlagen deren Vorarbeiter er zwangsweise wird da es mit der Autorenkarriere bisher noch nichts geworden ist. Und so müht er sich durch die Nächte bis er eines Nachts die bildschöne Jody kennenlernt welche ihn wieder erwarten nicht abblitzen lässt; viel mehr ist sie sehr daran interessiert mit ihm direkt zusammen zu ziehen. Was Tommy nicht ahnt: Jody ist kürzlich von einem fremden Vampir angefallen worden und ebenfalls in eine Kreatur der Nacht verwandelt worden und kommt damit momentan in kleinster Weise zurecht. Und so ist es nicht Tommys Charakter oder Charme welcher Jody für’s Erste anzieht sondern viel mehr das Blut, welches in seinen Adern kreist…..

 Wie auch schon in “Ein todsicherer Job” und “Verflixtes Blau” zeigt Moore erneut, dass er ein Meister des tiefschwarzen, bitterbösen zynischen Humors ist. Wer diese Art von Humor mag wird sich auf das Allerbeste unterhalten fühlen. Denn wer bei “Lange Zähne” nun eine Vampir-Trilogie erwartet welche von Herz-Schmerz nur so trieft wird enttäuscht werden. Ja, auch eine Liebesgeschichte ist verwoben, aber eben eine auf die Moor’sche Art welche in jeder Menge brüllend komischer und eigenwilliger Verwicklungen verstrickt ist dass man fast Mitleid mit den Protagonisten bekommen möchte. Aber bekanntlich ist Schadenfreude die schönste Freude und so gibt Moore dem Affen reichlich Zucker. Die teilweise vollkommen absurden und hilflosen Ideen der Charaktere machen diese ungemein liebenswert und überzeichnen gekonnt das Leben in seinem vielfältigem, bunten Wahnsinn. Das Buch ist aber durchaus mehr als nur Klamauk; es enthält außerdem auch eine fein gestrickte, mitunter spannende Story.  Zu guter Letzt enthält die Geschichte auch noch viele Artefakte und so gibt es ein Wiedersehen mit dem “Kaiser der Stadt San Francisco und Protektor von Mexiko” welcher auch schon in “Ein todsicherer Job” seine Auftritte hatte  – ein prima Idee.

Aber was wäre ein Hörbuch ohne seinen Sprecher? Und so ist es auch dieses mal der grandiose Simon Jäger welcher den Figuren Leben einhaucht, und dies auf gekonnt furiose weise. Jeder der “großen” Charaktere bekommt seine persönliche Stimmlage und Intonation so dass man sie unter tausenden heraushören könnte. Jäger treibt das Material gut vorwärts ohne das Tempo zu übersteigern und die Grundstimmung ins Stolpern zu bringen. Sein Erzählstil ist angenehm neutral und gibt den Figuren den bei diesem Buch dringend benötigten Raum. In Summe eine absolut gelungene Interpretation eines großartigen Buches = Eine tolle Kombination die sich hören lassen kann!

Zum guten Schluss sei noch gesagt: Wie eingangs erwähnt ist “Lange Zähne” der erste Teil einer Trilogie. Wer den zweiten Teil “Liebe auf den ersten Biss” hören will (wozu auch unbedingt geraten sei!!) sollte vorher “Lange Zähne” gehört haben, ansonsten stellt sich Verwirrung oder zumindest geminderter Hörspaß ein.

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Die Lage der Nation

Die Lage der Nation

Die ist ein sehr eigentümlicher Post – nur um es direkt vorweg zu nehmen. Zu viele Dinge bewegen mich als dass ich sie einfach umkommentiert stehen lassen würde. Und zu Hörgeschichten muss ich auch noch etwas loswerden. Deswegen: Wenn Dich Hörgeschichten nicht interessiert, ist nur der erste Absatz etwas für Dich. Bist Du hingegen ausschließlich an Hörgeschichten interessiert, so schaue doch in den zweiten Abschnitt


“Peace on Earth”

Diesen Schriftzug auf einem Stein sah ich neulich auf einem Urlaubsfoto. Und irgendwie lässt es mich nicht los, kann ich mich leider doch dem Eindruck nicht erwehren dass die Menschheit sich eher massiv davon entfernt als diesem heren Ziel einen Schritt näher zu kommen. Es werden Flugzeuge vom Himmel geschossen auf das 200 Menschen sterben die noch nicht mal Ansatzweise irgendetwas mit den Motiven der Drahtzieher dieses feigen Anschlags zu tun hatten. Der nahe Osten brennt erneut und Menschen beharken sich mit Raketen/Bomben/Geschossen nur weil auch hier machtgierige Leute sie vor ihren Karren gespannt haben. Man kann über “Achmed the Dead Terrorist” sagen was man will, aber eine Aussage dieser Satire trifft den Nagel auf den Kopf. Auf die Frage wie seine Organisation denn nun Menschen für sich gewinnt antwortet er: “We’re looking for some idiots with no future” (Wir suchen ein paar perspektivlose Idioten) . Das hat “damals” gut funktioniert und funktioniert heute auch genau so gut. Unter dem Deckmäntelchen von Religionen, heraufbeschworenen Feindbildern und gezieltem Schüren von Angst werden gewaltsame Auseinandersetzungen und unsägliches Leid losgetreten bei denen viele viel verlieren und nur wenige gewinnen. Was an der Sache erschreckend interessant ist, ist die Tatsache wie schnell sich doch der Fokus wandelt. Oder spricht aktuell noch jemand von Syrien wo sich die Menschen immer noch gegenseitig den Schädel einschlagen? Oder spricht noch gerade irgendwer von Guantanamo Bay welches entgegen der Beteuerungen immer noch in Betrieb ist? Mal ganz zu schweigen vom afrikanischem Kontinent wo die Menschen ohne Medieninteresse (zu dumm aber auch dass sie weder Öl- noch Gasvorkommen unter ihrem Land haben) . sich permanent in sinnfreien Stammesfehden niedermähen? “Peace on Earth”? “Way to go man! I go crazy if I don’t go crazy tonight” trifft es am ehesten.


Hörgeschichten

Hörgeschichten leidet aktuell massiv an 2 Phänomenen:

a) Mein Podcastserver ist down/offline. Laut dem Betreiber sind die Probleme zwar identifiziert, allerdings ist er bisher leider nicht in der Lage anzugeben wann der Dienst wieder einwandfrei funktionieren wird. Das bedeutet: Sämtliche Download- und/oder Abspieloptionen für diesen Podcast sind leider nicht verfügbar, ich kann hier leider nur um Geduld bitten. :(

b) Die aktuelle Produktion ist ein wenig ins Stocken gekommen, leider fehlen mir (immer) noch ein paar Takes und sobald ich meinen Arbeitsvorrat aufgebraucht habe, steht die Produktion ganz. Dies wird ab Mitte nächster Woche der Fall sein. Nichts desto trotz werde ich Nachhaken und wenn alles gut geht strebe ich die Veröffentlichung für Anfang/Mitte August an. Ein wenig Daumen drücken dass nun dann nichts mehr schief geht – denn im Grunde genommen freue ich mich schon sehr auf den Start der 2. Staffel. Sooo viele Neuerungen bei denen ich gespannt bin ob sie für Dich ähnlich toll sind wie ich es mir gerade vorstelle. :D

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