Robert Langdon ist wieder auf Tour. Und damit ist der dritte Roman der Robert Langdon Serie auf dem Markt. Nummer drei von vier ähnelt dem Prinzip von Nummer eins und zwei, bietet daher aus konzeptualer Sicht keine Neuerungen. Aber bevor nun das Fazit wirklich am Anfang kommt, beginnen wir einmal mit dem Inhalt.
Robert Langdon bekommt einen Anruf aus dem Büro seines Freundes Peter Solomon und wird zu einem Vortrag nach Washington in das Capitol gebeten. Als selbiger dort ankommt, findet er kein vollbesetztes Audiotorium vor aber dafür die abgetrennte, aufgespießte Hand seines Freundes. Was jedem Menschen als das Werk eines Irren vorkommt erkennt Langdon hingegen als ein Symbol: Eine Einladung geheimes Wissen zu erlangen. Dieses wird ihm jedoch nicht zu Teil; er erhält vielmehr den Anruf eines Erpressers welcher behauptet Langdons Freund in seiner Gewalt zu haben. Der Preis der Freiheit Peters: Langdon soll eine Pyramide finden welche, in Symbolen getarnt, einen Weg zu lange vergessenem, machtvollen Wissen der Menschheit weisen soll. Gezwungenermaßen macht sich der Harvard Professor auf den Weg, ohne nicht jedoch sich mit dem Office of Security der CIA anzulegen. Unerwartete Hilfe erhält Langdon jedoch von Katherine, Peters Schwester, welche allerdings von einem Irren gejagt wird…
In der Hörbuchfassung von “Das verlorene Symbol” von Dan Brown hat Wolfgang Pampel die teilweise undankbare Aufgabe bekommen, diesen Text in eine spannende Erzählung zu verwandeln. Warum undankbar? Zum einen ist die Erwartungshaltung an einen Dan Brown Roman angesichts des Medienhypes um die beiden Vorgängerromane doch recht hoch. Dieser Erwartungshaltung muss nun in gewissem Maße genüge getan werden. Daher die gute Nachricht zuerst: Dan Brown ist in der Lage, seine altbekannten Stilmittel auch weiterhin einzusetzen und weicht daher auch von bekannten und liebgewonnenen Elementen nicht ab. Hieraus ergibt sich allerdings bereits der erste Kritikpunkt: Hätte Tom Hanks dem guten Professor Langdon nicht bereits sein Gesicht geliehen hätte der Zuhörer/Leser immer noch Schwierigkeiten vor dem geistigen Auge zu erkennen, so fad und farblos ist die Charakterstudie, welche Brown liefert. Ein paar Klischees und Merkwürdigkeiten hier und da machen noch keinen wirklichen Hauptcharakter aus. Ferner würde man erwarten, das sich Langdon angesichts der bereits gemachten Erfahrungen weiterentwicklen würde, was allerdings nicht geschieht. Hinzu kommen Dialoge, welche teilweise an Banalität kaum zu übertreffen sind.
Die Geschichte als solche ist recht gut angelegt und gibt, angesichts der Refrenzierung auf bekannte Monumente/Orte in Washington, einen recht plausiblen Rahmen ab. Bedauerlicheweise ist der Inhalt teilweise ein wenig überspannt, es werden “Sympbole gesehen” wo teilweise nur mit extrem viel goodwill welche zu finden sind.
Wer jedoch willens ist, über diese Mankos hinwegzusehen, wird nicht enttäuscht, zumal Brown stetig sein bewährtes “Cliffhanger-Prinzip” anwendet und somit den Leser/Hörer zum Folgen der Geschichte animiert. In Summe reicht “Das verlorene Symbol” nicht an die Illuminati und Sakrileg heran, da eine Weiterentwicklung nicht erkennbar ist. In Summe jedoch eine recht unterhaltsame, wenig fordernde Geschichte mit Brown-typischer Unterhaltungsszenerie.

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