Sollte ich jemals glauben, es ginge mir schlecht….
Sollte ich jemals glauben, ich säße in der Klemme….
Sollte ich jemals glauben, in meinem Leben läuft etwas schief….
Sollte ich jemals glauben, ich hätte unlösbare Probleme….
…dann werde ich zu diesem Artikel zurückkehren und mir die folgende Fotostrecke zu Gemüte führen. Es handelt sich hierbei um die preisgekrönte Photostrecke “A Mother’s Journey” der Fotografin Renée C. Byer aus dem Jahr 2007. Sie begleitet eine Mutter auf dem schrecklichsten aller Wege: Sie begleitet ihren unheilbar krebskranken Sohn bis zu seinen Tod.
Gedanken schlagen auf mich ein
….Es darf einfach nicht sein, dass Eltern ihre Kinder zu Grabe tragen müssen…..
….Mein Gerechtigkeitssinn ist massiv gestört….
….Um Vorgänge dieser Art in ihrer Gänze zu begreifen ist mein Fassungsvermögen offensichtlich zu limitiert….
und
Dankbarkeit. Danke für jeden, unbesorgten Atemzug in diesem wundervollen Leben.



Trackback: TheM
#1 by Efeu on Dienstag, 1. Juni 2010
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Eindringliche, exzellent fotografierte Bilderfolge!
Ich bin mir nur bei solchen Projekten immer nicht so sicher, ob man nicht den porträtierten Vorgängen oder Personen einen Bärendienst erweist. Also ob es wirklich um eine Dokumentation (oder eine Interpretation des Schrecklichen) geht – wo man sich auch fragen muss, was das die Welt angeht und welchen “Nutzen” sie daraus zieht -, oder nicht eher um Schau- und Sensationslust. Die im schlimmsten Fall den “Kunstobjekten” noch schadet. Ob der in den Tod gehende Junge da so viel persönliche Würde bewahrt, wenn man bis zum Letzten draufhält? Das Zeigen und das Schauen: Voyeurismus, der bei Kriegsberichterstattung oft nicht anders ist – oder aber, im besseren Falle, das bei dir Ausgelöste. Das Interesse der Öffentlichkeit besteht unter anderem darin, aufzuatmen, dass es einem doch vergleichsweise gut gehe. Also ein Memento Mori mit erhobenem Zeigefinger, gleichzeitig aber auch Wohlfühleffekt.
Wenn man damit bei den Betrachtern der Bilder ein wenig Dankbarkeit, Zufriedenheit und weniger Jammern erreicht, ist natürlich auch was gewonnen.