Ich stelle fest, wie ruhig es hier geworden ist. Gespenstig ruhig. Das Echo vergangener Zeiten hallt durch die digitalen Räume und es erinnert mich an eine Zeit, in der ich wesentlich Web 2.0iger war. Sogar mein Twitter Account ist sehr schweigsam geworden. Hier und da vielleicht ein kleines Räuspern aber das war es dann.

Irgendwie macht mich das alles sehr nachdenklich. Ich grüble und komme doch nur zu einem Ergebnis: Da ist irgendetwas was mir gerade eine Menge Energie raubt. Und hier beginnt das Paradoxon: Ich will eine ganze Menge doch irgendwie scheint die Energie nicht da zu sein. Vergleichbar mit einem Auto vielleicht, was zwar einen 450 PS Motor hat aber dafür einen leeren Tank. Frappierend daran ist jedoch, dass man sich sehr sicher war kürzlich erst noch getankt. Wer oder was hat also auf den Tank geschossen, dass dieser Leer gegangen ist? Ich habe da einen sehr dringlichen Verdacht, meine sogar den Heckenschützen schon ausgemacht zu haben.

Und daher werde ich mich nun auf die Jagd machen, ihn von seinem verdammten Baum schütteln und ihn anschreien was ihm eigentlich einfällt. Und ihm seine Flinte wegnehmen. Wenn mir dies gelungen ist kann es weiter gehen. Und wenn es gut geht werde ich außerdem in nicht zu ferner Zukunft einen Fehler korrigieren können. Das wäre fein.

Und somit lichten sich vielleicht bald die Nebelbänke und immerhin ist auch schon ein zarter Hauch von Morgenrot zu sehen. Ein Anfang ist gemacht. Hoffnung macht sich breit. Hoffnung auf die vielversprechenden Optionen des Morgens, die Kraft des neuen Tages.