Travellin’ #WCoast Vol. 3

Travelin #WCoast

Kuckuck! Wir verließen unseren “typical German room” und machten uns am Morgen dran den Bryce Canyon zu bewundern und bewandern. Auch wenn das Ganze kein offizieller Canyon ist sondern viel mehr ein gigantisches Tal mit einer wilden Mischung aus Wald und “Hoodoos”. Nein, kein karibischer Zauber, viel mehr handelt es sich um gewaltige Felssäulen welche die Elemente – unterstützt vom eisig kaltem Winter (man kann sogar dort oben in der Nähe Langlauf betreiben!!) und warmen Sommern – aus den Felsen gefräst und gearbeitet haben. Das ganze Tal ist voll mit diesen großartigen, einmaligen natürlichen Skulpturen so dass man eben den Eindruck hat, durch einen Canyon zu gehen.

Bryce Canyon

Es zeigt sich eben auch hier wieder erneut, welch’ genialer Baumeister Mutter Natur ist und wir haben die Szenerie voll und ganz genossen während wir sowohl den Navajo- als auch Queens Garden-Trail als Kombination gelaufen sind und nicht weniger als 1 km Höhenunterschied zu bewältigen hatten.  Dies hatte sich aber voll und ganz gelohnt, so die einhellige Meinung als wir mit müden Beinen, gefühlten abermillionen Photos und genau so vielen Minuten Rohschnittmaterial wieder am Auto ankamen. Dort noch kurz ein Mittagessen einnehmen und dann weiter in Richtung Lake Powell. Hierbei handelt es sich um einen Stausee von (für europäische Verhältnisse) gigantischen Ausmaßen (171 m tief und eine Fläche von 653 km² ) welcher durch das Aufstauen des Colorado River entstanden ist. Dieser See wird nun vor allem als Ausflugsziel für Wassersportbegeisterte genutzt, wer will kann sogar im Hausboot hier ein paar Tage verbringen. Wir wollten eigentlich noch eine Bootstour auf dem See unternehmen, kam aber sagenhafte 5 Minuten zu spät bevor das letzte Boot des Tages ausgelaufen wäre. So lässt sich neben dem großartigen Panorama zu diesem See nicht weiter viel berichten und wir bezogen unsere Unterkunft in Page und freuten uns auf den kommenden Tag der uns zum Grand Canyon führen sollte.

Lake Powell

Erneut gaben wir unserem geräderten Monster die Sporen und rollten mit rasanten 55 Meilen die Interstate hinab, dieses mal in südlicher Richtung um zu der berühmtesten Vertiefung der USA zu kommen: Dem Grand Canyon. Davor waren aber – dank Distanz und Geschwindigkeit – erst noch mal 2,5 h Autofahrt angesagt: Vor dem Besichtigen haben die Götter nun mal erst den Schweiß der Maschine sprich unseres Autos und unseren Durchhaltewillen gesetzt. Dafür wurden wir aber dann auch in mehrerlei Hinsicht belohnt. Ich zum Beispiel mit einem kräftigen Sonnenbrand am Arm und an den Waden durch die wiedererstarkte Sonne des Südens. Oder wir Beide mit einem “All-American-Pappsandwich” zur Mittagsstunde am Merchand’s Outposts am Grand Canyon. All-American? Ja, das scheint im Süden absolut in zu sein. Aber dazu später noch mal.

Grand Canyon

Wir fuhren munter die Kante des Grand Canyon ab und stoppten an den einzelnen Viewpoints um die faszinierende Arbeit des Colorado Rivers zu bewundern welcher sich in vergleichsweise kurzer Zeit (Was sind schon schlappe 40 Millionen Jahre gerechnet auf ein Erdenalter?!?) diese unglaubliche Landschaft geschaffen hat. So weit das Auge schwenken mag blickt man auf die ausladende Landschaft eines der Weltwunder der Natur, marschiert entlang des South Rim, verliert sich in der ewigen Weite des Landes, genießt die Landschaft, filmt, knipst, macht #Selfies, ärgert sich über Japaner die einem die #Selfies photobomben, und blickt auf die Uhr –  denn man hat ja noch etwas vor.

Yepp, wir hatten das große Vergnügen mit einem Eurocopter EC130 den Grand Canyon von oben zu sehen. Um es direkt zu sagen: Es war ein atemberaubender Anblick diese unglaubliche Landschaft von oben zu sehen. Darüber hinaus war es großartig mit einem Helikopter durch die Landschaft zu surren, hatte ich doch so etwas bisher noch nie in meinem Leben gemacht. Außerdem überhaupt das Gefühl des Fliegens und die unglaubliche Agilität der Maschine zu erleben und vergleichsweise zu einem Zwerg geschrumpft über den gewaltigen Klippen zu schweben und dabei dies alles aus der Perspektive eines Vogels zu sehen – unbeschreiblich. Muss man gemacht haben bzw. gesehen haben. Wer ein paar Cent im Portemonnaie zusammenklauben kann sollte sich dieses Erlebnis definitiv nicht entgehen lassen.

EC130

Voller Emotionen obgleich dieses Wahnsinns Erlebnisses schwangen wir uns beschwingt in unser Vehiclo und fuhren noch bis ins liebliche (vermutlich, es war Dunkel als wir dort ankamen) Williams um dort unser Nachtquartier zu beziehen. Ach ja, noch eine kleine Anekdote zum quas Finale. Wir waren natürlich hungrig in der Weltmetropole Williams angekommen und machten uns dann flugs auf den Weg um noch etwas nahrhaftes aufzutreiben. Und so landeten wir in einem Restaurant welches die faszinierende Kombination “Griechisch”, “Italienisch” und selbstredend “All-American” (die Zweite) auf der Karte hatte. Obgleich dieses Kessels Bunten kann man sagen: Es hat sehr gemundet. Was aber faszinierend war: Irgendwie war die Bedienung der Meinung wir würden hier eine Art Wettrennen veranstalten. Noch bevor wir saßen wurden wir gefragt was wir denn trinken wollten und ich konnte von Glück reden dass ich knapp vor meinem Eistee Platz genommen hatte. Doch in dem Tempo ging es weiter, ich wage zu behaupten dass dies das erste 3-Gänge Menü (es gab dort nur 3-Gänge Menüs bestehend aus Salat oder Suppe -> Hauptgang -> Eine Kugel Vanilleeis) ist, welches wir innerhalb von 35 Minuten zu bewältigen hatten. Inklusive die Rechnung zu begleichen, versteht sich.

Um noch mal auf das “All-American” (die Dritte) zurück zu kommen. Ich linste bei unserem Flug gelegentlich natürlich auch gebannt auf das was der gute Mann da an seinen Steuerknüppeln und Schaltern so trieb und fand dann auch ein Handbuch für den Hubschrauber. Und, was soll ich sagen? Natürlich stand darauf: American Eurocopter. Und so wird Donauwörth also die Ehre zu teil, der 51. Bundesstaat der USA zu werden….

Und zum guten Schluss: #All American Bushwagon

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Travellin’ #WCoast Vol. 2

Travelin #WCoast

Wir verlassen die Stadt der Traumfabrik und es wird wüst(e). Dieser Umstand ist unumgänglich, will man in den fabulösen “Joshua Tree National Park” fahren. Und so jagten wir unser Mietvehikel aus dem sicheren Schoß der Stadt LA hinein in die Glut der Mojave Wüste um mit anzusehen, wie die Außentemperaturanzeige minütlich steigt.  Dazu beäugte man dann auch misstrauisch alle anderen Werte unseres Vehiclos denn in einem solchen Backofen stranden will nun wahrlich keiner. Davon unabhängig ist es schon eine sehr beeindruckende, aber auch eigenwillige Landschaft durch die sich schnurgerade die Straße zieht: Hier und da ein paar Dornensträucher und sonst nichts, rein gar nichts. Man fährt und fährt und fährt und fährt und führt…Gesäumt von ein paar Bergrücken erdrückt einen die Einöde fast bis man dann erfreulicherweise an einem kleinen Nest im Nirgendwo in den Joshua Tree NP fahren kann. Wer längere Zeit in den USA unterwegs ist und ein paar Parks mehr besuchen will dem sei unbedingt der “Anual Pass” ans Herz gedrückt – denn die meisten größeren (und kleineren Parks) sind eintrittspflichtig und so haben sich die 80 USD für den “Anual Pass” schnell amortisiert. Außerdem ist der Pass 1 Jahr gültig und kann 1 mal weitergegeben werden.

Joshua Tree

Der Joshua Tree (Deutsch: Josua Palm-Lilie)  ist neben der Namensgebung des gleichlautenden U2 Albums (welches ein wundervolles Stück Musik ist) auch einer der wenigen Bäume, die sich am Rande der Mojave Wüste niedergelassen und dem rauen Klima erfolgreich trotzen. Bedanken für ihren Namen darf sich die Josua Palm-Lilie übrigens bei den Mormonen welche bei ihrer Tour durch das Land dem Baum diesen Namen zugedacht hatten, da er sie dank seiner weit abragenden Äste an den Stammesfürsten Josua erinnerte….ähm…ich schweife ab. Der Herr Joshua Tree ist übrigens kein einzelnes Exemplar, nein, in einer gewissen Region stemmen sich abertausende seiner Art gegen die Widrigkeiten und bilden so den Nationalpark. Diesen haben wir geentert und fuhren auf einer gut geteerten Straße durch den Park mit einem genauen Ziel vor Augen: Wir wollten unbedingt den “Hidden Valley Trail” laufen, eine Wanderung welche 1 Stunde dauern sollte. Gesagt – getan. In der allmählichen Kühle des Spätnachmittags tigerten wir los und wurden mit einer grandiosen Tour durch ein wahrhaftig versteck liegendes Tal belohnt welches – von massiven Felswänden gesäumt (Climber’s Paradise – yeah!! Und das sogar erlaubt!) ein eigenes kleines Mikrokosmos bildet. Auch wenn natürlich hier auch der Joshua Tree mit zu Hause ist begegnet man auf dem phantasievoll angelegtem aber recht einfachem Hike einigen Pflanzenarten welche nur hier in diesem Tal beheimatet sind. Wir hüpften wieder in unseren SUV und tobten weiter durch die Wüste, beseelt von dem Wunsch dem Grand Canyon möglichst nahe zu kommen. Sich hoch auftürmende Gewitterwolken sowie permanente “Spring floood warnings” auf dem Handy  ließen uns aber inne halten und in der absolut bedeutungsfreien Ortschaft “Kingman” unser Nachtquartier aufschlagen. Des Nachts tobte sich der angedrohte und auch gesichtete Thunderstorm mal so richtig aus und war auch noch am kommenden Morgen aktiv – aber mit nachlassender Tendenz. Wir hingegen beschlossen unseren Plan zu ändern und rollten erst mal gen Nordosten.

Und so führte uns unser Weg zu einem weiteren Nationalpark, dem “Zion Canyon” Nationalpark. Hier empfiehlt es sich – wenn man länger verweilen will – entsprechend frühzeitig zu kommen, da der Parkplatz am “Visitor Center” rappelvoll ist (ok, wir hatten Glück und haben einen bekommen), da man andernfalls im vorher liegenden “Springdale” sein Auto abstellen und in einem ebenso rappelvollen aber kostenfreien Shuttlebus zum Visitor Center fahren kann. Stichwort “Shuttle Bus”: Auch den Canyon selbst kann man mit einem kostenfreien Shuttlebus befahren, eine Rundtour nebst Stop an fast allen Eingängen zu den Trails lohnt sich durchaus und daher 90 Minuten. Der Gedanke somit das enge Tal von PKW Verkehr zu entlasten ist durchaus zielführend, allerdings gibt es noch eine weitere Route durch den Canyon welche auf der anderen Seite hinaus führt – was eben doch zu PKW Verkehr führt. Diese Route haben auch wir gewählt, war der Zion Canyon doch nicht unser Ziel für heute. Nicht desto trotz haben wir es uns nicht nehmen lassen (nachdem wir in Summe 4 mal durch den Zubringertunnel fahren mussten (!!) weil wir zu untalentiert waren den Parkplatz zu erwischen – hat ja auch nur 45 Minuten gekostet, so what?!) auch wieder einen Hike zu machen, dieses mal den “Canyon Overlook Trail”. Auch wenn er als “Moderate” angegeben war fand ich persönlich ihn als recht einfach und extrem abwechslungsreich und wir wurden – der Name ist Programm – nach gut 45 Minuten mit einem phantastischem Blick über den Zion Canyon belohnt.

Zion Canyon

Wir setzten auf unserem V8-Ross den Weg in die Ferne fort und kamen auch gegen 18 Uhr endlich am Bryce Canyon an. Jetzt noch schnell eine Schlafgelegenheit suchen und….Endstation!! Sämtlich Motels in der Umgebung des Bryce Canyons waren restlos ausgebucht. Einzige Ausnahme war ein “Best Western” welches dezente 299,99 USD für eine Nacht forderte. Hallo?!? Habe ich vielleicht eine Goldmine im Garten? Also setzten wir unsere Suche weiter fort und dehnten sie schließlich bis auf die Nachbarortschaft “Tropic” aus, welche genauso phänomenal und aufregend war/ist wie Kingman. Aber zu unserem Entsezten/Ärger ergab sich hier das gleiche Bild: Alle Unterkünfte waren restlos belegt. Was tun? Doch 299,99 USD ausgeben? Im Auto übernachten? Oder doch den Plan aufgeben möglichst morgens früh in den Bryce Canyon zu kommen? Doch dann wurde unser Flehen erhört und wir bekamen in einer Espresso Bar den Tipp dass eine Familie ein Privatzimmer (mit separatem Eingang!) vermietet – und das für 50 USD. Wir zögerten nicht lange und – hatten Glück. Das Zimmer wäre noch zu haben ließ man uns wissen und fügte dann noch hinzu dass wir uns als Deutsche dort sehr wohl fühlen würden, immerhin wäre der Raum mit vielen “German Things” dekoriert. Und so sitze ich nun in diesem Raum, umgeben von einer Kuckucksuhr, mehreren Bildern von Schloss Neuschwanstein und einem “Germany – Bavaria” Poster und frage mich wann ich mal wieder WLAN habe um dieses hier zu veröffentlichen….

Ach ja: #Bushwagon   oder doch besser #CocoClock

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Travellin’ #WCoast Vol. 1

Travelin #WCoast

Erneut sind wir auf Tour gegangen. Dieses mal sollten die Westküste der USA samt Hinterland (in einer Nussschale: Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah) bereist werden. Sollten? Sollten! Fast wäre es nicht dazu gekommen, denn pünktlich zu unserem geplanten Abflugtermin beschlossen die Damen und Herren von der Air France das 1,5 Wochen Streik nicht ausreichend gewesen sind und daher man doch mal munter weiterstreiken könnte. Dies hieß dann für uns: Wir wussten erst 22 Stunden vor Abflug ob und wenn ja mit wem wir denn nach Los Angeles fliegen würden. Ohai! Aber dann hat alles gut geklappt und wir können unseren Urlaub entspannt antreten….

Lufthansa B747-800

…dachten wir zumindest. In jedem Fall hatten die Lufthanseaten beschlossen uns mit einer ihrer nagelneuen Boeing 747-800 mitzunehmen – ein wirklich komfortables Flugzeug (Wenn man mal von der Kleinigkeit absieht dass das Entertainment System manchmal ein wenig “Zuwendung” brauchte um 1A zu funktionieren, aber so what?!? Wir waren ja froh überhaupt mit irgendwas zu fliegen…) in dem sich die 11:35 h recht angenehme sogar in der “Holzklasse” verbringen ließen. Am Flughafen Los Angeles zeigte sich dann dass der Ärger meistens im Duo kommt und so war es dann auch: Man hatte beschlossen dass wir auch ganz gut mit nur einem Gepäckstück leben könnten, kurzum: Einer unserer Koffer fehlte. Natürlich der welcher einen Großteil der Bekleidung trug, war ja logisch, oder? So konnten wir zwar mit einigen paar Schuhen und anderem Gedöns (z.B. Adapter, Kulturtasche etc.)  bewaffnet, dafür aber nur jeder mit den Klamotten, die er am Leibe trug, L.A erobern.

Und das taten wir dann auch: Wir schnappten uns unseren Mietwagen und  begaben uns zu unserem ersten Hotel – ein Ort der uns vor allem durch sein extrem engagiertes Personal begeisterte: Angefangen von der Rezeption die alle Räder drehte um der Lufthansa doch noch unseren Koffer abzuringen bis hin zum Manager welcher sich nicht zu Schade war am Abreisetag einen unserer Koffer (ja, das gute Stück ist dann doch noch aufgetaucht) mit herunterzutragen.

 Star Sir Pat StewWir machten noch ein wenig den Hollywood Boulevard mit seinem berühmten Walk of Fame sowie dem Chinese Theater unsicher – eine Gegend von L.A. die sich anzusehen wirklich lohnt. Es ist ungemein faszinierend wie viele bekannte und auch teilweise unbekannte Namen hier auftauchen und das eine oder andere “Aha-Erlebnis” ermöglichen. Interessant sind auch die ganzen Wanna-be Imitate welche den Strip unsicher machen und mit einem gegen einen “Tipp” auf einem Foto posieren wollen – ich muss gestehen ich habe noch nie so viele Spidermänner in unterschiedlichsten Gewichtsklassen auf einem Haufen gesehen….

Warner Bros Tumbler

Der nächste Tag war dann mit entsprechend frühem Aufstehen verbunden (was aber dank der Zeitverschiebung Europa->USA kein Problem mit sich brachte) denn wir mussten pünktlich zu unserer Studiotour bei den Warner Bros Studios sein. Und wir taten gut daran: Wenn LA für eine Sache berühmt ist (neben Hollywood) dann sind es seine Staus. Und so kamen wir, dank der desaströsen Verkehrssituation, mit hängen und würgen an. Die darauf folgende Studiotour hat uns aber mehr als entschädigt: Neben der Besichtigung vieler originaler Kostüme, Kulissen und Fahrzeuge aus z.B. Batman (Ich habe den TUMBLER gesehen, yeah!!!!) wurden wir von einer extrem motivierten Führerin durch zahlreiche künstliche Straßenzüge, Gebäude die nur Fassade sind oder eben mehrere Gebäude in einem, Häuser mit und ohne Innenleben geführt. Neben zahlreichen Erklärungen zu den Kulissen und Tricks und Kniffen der Traumfabrik waren auch Besichtigungen einiger Studiosets mit ‘drin.

Nach der Studiotour haben wir uns noch auf diversen Pfaden versucht dem “Hollywood Sign” zu nähern um ein ordentliches Photo zu schießen. Um es direkt vorweg zu nehmen: Auf legalem Weg kommt keiner an die Buchstaben heran. Wer jedoch seinem Navigationsoffizier “6231 Innsdale Drive” zur Vorgabe macht kommt zumindest recht nah heran und kann zum einen ein Photo vom Schild machen und wird zum Anderen noch von einer grandiosen Übersicht über LA belohnt.

Nach der Photosession sind wir selbstredend noch zum Santa Monica Pier gefahren welches neben dem legendären Strand eben auch den Pier mit einer Art Mini Phantasialand aufzuwarten hat. Natürlich kann wer mag sich hier auf die Lauer legen und erhoffen das eine oder andere Sternchen zu Gesicht zu bekommen. Wir sind jedoch auch angesichts der vorgerückten Stunde gen Hotel zurück gekehrt, hieß es doch dann immerhin bald Abschied von LA nehmen.

Ach ja, eh ich es vergesse: #Bushwagon

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El tiempo va

El tiempo va

 

Kinners wie die Zeit vergeht. Die erste Folge der zweiten Staffel meiner aktuellen Hörgeschichtenproduktion ist gefühlt gerade eben erst online gegangen. Dabei ist es es schon über eine Woche her. Und ich kann sagen: Es war ein furioser Start welcher mich sehr glücklich und zufrieden gestellt hat. Aber es geht schon rasant weiter, im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die Halloween-Folge und DgP2-2 ist auch in der Produktion. Dazu noch diverse Sprecherjobs und meine Arbeit welche mich Non-Stop die letzten Wochen in Beschlag nahm. Und eigentlich müsste ich ja auch meinen Urlaub bald mal vorbereiten. Und meine Webseite sollte auch noch ein wenig umgebastelt werden…und…und…..

Wie Du siehst: Viel zu tun, relativ wenig Zeit – so kann das eigentlich nicht weiter gehen. Daher mache ich mich nun in den kommenden Tagen mal daran mich ein wenig neu zu strukturieren und auch auf der Arbeit noch ein bisschen besser zu planen damit nicht die Welle(n) über mir zusammen schlägt/schlagen.

Immerhin habe ich es geschafft dieses kleine Lebenszeichen in die Welt zu setzen. Ein Anfang.

Ach ja, das nächste was Du von mir hier lesen wirst – sofern mir das WiFi vor Ort hold ist – wird “Travellin #WCoast” sein. Ich vermute Du ahnst also was hier kommt.

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HGS: Der gewundene Pfad 2-1: Schatten am Horizont

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Der gewundene Pfad 2-1: Schatten am Horizont

Kargan ist gemeinsam mit Rakr zu einem der Tempel des Kreises des grünen Feuers zurückgekehrt wo man beschließt, ihn wegen seines Sieges über Borgan und somit der Rettung der freien Welt in den Rang eines Meisters zu erheben. Doch die darauf folgenden Feierlichkeiten werden gestört: Die Hexe Anyle tritt auf den Plan und verkündet, dass Kargan die Welt nicht gerettet sondern an den Rand des Abgrundes geführt hätte. Ein eilig einberufener Rat der Mächtigen beschließt, dass Kargan diesen Dingen unverzüglich nachzugehen hat worauf hin sich dieser wieder auf die Reise macht. Nach wenigen Tagen kommt er in die kleine Ortschaft “Kanive”, wo merkwürdige Dinge von statten gehen….



Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftretens):
Vorwort – Moè Lange
Kargan / Erzähler – Martin Schwindt
Sekym – Philippe Nix
Takitin – Dennis Oberhach
Aela – Marie Natusch
Yneera – Julia Bartel
Rakr – Frank Landschoof
Anyle – Miss Feli
Ridul – Sascha Servadio
Faruard – Klaus Schankin
Enas – Claus Hirt
Enest – Ronald Martin Beyer
Phada – Rabea Wieneke
Hiram – Sascha Zoike
Natheni – Irka Schüller
Sul’gha – Melinda Rachfahl
Credits – Sabrina Gleffe

Sowie: Krach und Klang





Kommentare, Anregungen etc. gerne unter Podcast[at]Schwindtweb.de oder hier in der Kommentarzeile. Selbstredend freue ich mich auch über eine iTunes Rezension oder Bewertung bei Podcast.de oder einen “Like” auf meiner Facebook Seite.

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Lange Zähne, spitze Zunge

Christopher Moore - Lange Zähne

Christopher Moore hat es wieder getan und dieses mal sogar zum ‘Rundumschlag ausgeholt: Lange Zähne ist der erste Teil einer Trilogie welches es wirklich in sich hat. Doch bevor ich in die Rezension einsteige hier erst einmal ein kurzer Überblick worum es eigentlich geht:

Wie übel das Leben einem mitspielen kann zeigt sich für Tommy Flood recht schnell: Er kam nach San Francisco um Schriftsteller zu werden. Und er hatte noch nicht einmal die Stadtgrenze hinter sich gebracht als das Übel seinen Lauf nahm: Sein Auto brannte komplett ab und er findet Unterschlupf in einer recht zwielichtigen Bleibe in der auch bereits fünf Chinesen wohnen welche ihn kurze Zeit später heiraten wollen. Ferner muss er sich mit einer Horde komplett durchgeknallter Supermarktregal-Einräumer herumschlagen deren Vorarbeiter er zwangsweise wird da es mit der Autorenkarriere bisher noch nichts geworden ist. Und so müht er sich durch die Nächte bis er eines Nachts die bildschöne Jody kennenlernt welche ihn wieder erwarten nicht abblitzen lässt; viel mehr ist sie sehr daran interessiert mit ihm direkt zusammen zu ziehen. Was Tommy nicht ahnt: Jody ist kürzlich von einem fremden Vampir angefallen worden und ebenfalls in eine Kreatur der Nacht verwandelt worden und kommt damit momentan in kleinster Weise zurecht. Und so ist es nicht Tommys Charakter oder Charme welcher Jody für’s Erste anzieht sondern viel mehr das Blut, welches in seinen Adern kreist…..

 Wie auch schon in “Ein todsicherer Job” und “Verflixtes Blau” zeigt Moore erneut, dass er ein Meister des tiefschwarzen, bitterbösen zynischen Humors ist. Wer diese Art von Humor mag wird sich auf das Allerbeste unterhalten fühlen. Denn wer bei “Lange Zähne” nun eine Vampir-Trilogie erwartet welche von Herz-Schmerz nur so trieft wird enttäuscht werden. Ja, auch eine Liebesgeschichte ist verwoben, aber eben eine auf die Moor’sche Art welche in jeder Menge brüllend komischer und eigenwilliger Verwicklungen verstrickt ist dass man fast Mitleid mit den Protagonisten bekommen möchte. Aber bekanntlich ist Schadenfreude die schönste Freude und so gibt Moore dem Affen reichlich Zucker. Die teilweise vollkommen absurden und hilflosen Ideen der Charaktere machen diese ungemein liebenswert und überzeichnen gekonnt das Leben in seinem vielfältigem, bunten Wahnsinn. Das Buch ist aber durchaus mehr als nur Klamauk; es enthält außerdem auch eine fein gestrickte, mitunter spannende Story.  Zu guter Letzt enthält die Geschichte auch noch viele Artefakte und so gibt es ein Wiedersehen mit dem “Kaiser der Stadt San Francisco und Protektor von Mexiko” welcher auch schon in “Ein todsicherer Job” seine Auftritte hatte  – ein prima Idee.

Aber was wäre ein Hörbuch ohne seinen Sprecher? Und so ist es auch dieses mal der grandiose Simon Jäger welcher den Figuren Leben einhaucht, und dies auf gekonnt furiose weise. Jeder der “großen” Charaktere bekommt seine persönliche Stimmlage und Intonation so dass man sie unter tausenden heraushören könnte. Jäger treibt das Material gut vorwärts ohne das Tempo zu übersteigern und die Grundstimmung ins Stolpern zu bringen. Sein Erzählstil ist angenehm neutral und gibt den Figuren den bei diesem Buch dringend benötigten Raum. In Summe eine absolut gelungene Interpretation eines großartigen Buches = Eine tolle Kombination die sich hören lassen kann!

Zum guten Schluss sei noch gesagt: Wie eingangs erwähnt ist “Lange Zähne” der erste Teil einer Trilogie. Wer den zweiten Teil “Liebe auf den ersten Biss” hören will (wozu auch unbedingt geraten sei!!) sollte vorher “Lange Zähne” gehört haben, ansonsten stellt sich Verwirrung oder zumindest geminderter Hörspaß ein.

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